erstellt am 3. Februar 2014 in daily stuff, dev | 1 Kommentar

Gerade bin ich über einen Talk von Bret Victor gestolpert. Er spricht auf der ersten Dropbox Entwicklerkonferenz DBX über die Zukunft des Programmierens. Eigentlich nichts besonderes, Zukunftsprognosen und Visionen zum Programmieren gibt es ja genug. Victor aber geht mit seinen Zuhörern 40 Jahre zurück und stellt dabei einige sehr interessante Gedankenexperimente an.

Frühe Errungenschaften der Informatik aus den 60er und 70er Jahren, daran erinnert Bret Victor in seinem Talk. Zugleich verdeutlicht er damit aber auch, wie wichtig es ist quer zu denken. Was passiert, wenn wir wissen was wir tun? Wir sehen uns nicht mehr um, sind effektiv und optimieren unsere Abläufe, aber wir entwickeln uns im Gesamtbild nicht weiter und bleiben in der Zeit stehen, weil wir es vergessen neue Ideen rein zulassen.

Gerade dann, wenn wir mit abstrakten Strukturen und logischen Konzepten arbeiten kann das die größte Stolperfalle überhaupt werden. Wir bewegen uns in vorgegebenen Bahnen und merken oftmals gar nicht, wie wir das Ausbrechen aus eben diesen Bahnen verlernen oder bereits verlernt haben. Kreativität und die Kunst sich Dingen aus anderen Perspektiven zu nähern ist und bleibt ein integraler Bestandteil bei der Lösung von Problemen und der individuellen Entwicklung.

Ein klasse Talk, der viel mehr zu bieten hat als nur einen Overheadprojektor.

Bret Victor – The Future of Programming from Bret Victor on Vimeo.