erstellt am 26. November 2014 in daily stuff, film | kommentieren

Vor einigen Tagen bin ich über die Aufnahmen von Danny Cooke gestoßen. Er war in Pripyat und hat von dort einige Bilder mitgebracht. Die Aufnahmen sind weitestgehend mit einer Drohne entstanden. Drohnenvideos kommen ja immer häufiger auf und sind auch eine super Möglichkeit, für besondere Aufnahmen.  Spätestens seitdem die Aufnahmen von Team BlackSheep im Netz herumwandern, üben solche Videos schon eine gewisse Faszination auf mich aus. Ist ja scheinbar auch nicht so einfach, so eine Drohne zu steuern. Aber die ganze Drohnenthematik mit all ihrem für und wider ist sicher ein anderes Thema. Hier geht es schließlich um einen Ort, an dem sich am 26. April 1986 eine fürchterliche Nuklearkatastrophe ereignet hat. Das Video ist der Trailer der 60-minütigen CBS-Dokumentation Chernobyl: The Catastrophe that never ended.

Die Erinnerungen an das Geschehene sind heute noch präsent und mit der Katastrophe von Fukushima wurden erneut die Ängste, Gefahren und Folgen einer Nuklearkatastrophe deutlich.

Would You Stay?

Der Frage, was aus den Leuten, nach den Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima geworden ist, geht der Fotojournalist Michael Forster Rothbart in seiner Dokumentation auf afterchernobyl.com und in seinem TED Buch mit dem Titel Would You Stay? nach. Eine sehr schwere Frage, die da einfach in den Raum geworfen wird. Rothbart versucht zu verstehen und aufzuzeigen, wieso Menschen ihre Heimat nicht aufgegeben haben und geblieben sind. Schließlich ist Tschernobyl für viele ein Platz der Angst und der Gefahr, für die ansässigen gehört die Katastrophe jedoch einfach dazu. Auch noch 28 Jahre nach dem Ereignis. Eine ganze Generation später. Das TED Buch habe ich schon vor einiger Zeit gelesen und fand es damals wie heute sehr beeindruckend, da Rothbart es schafft, die apokalyptische Stimmung der jeweiligen Orte mit den Hoffnungen, Ritualen und Lebensweisen der ansässigen Menschen zu verbinden.