erstellt am 21. März 2015 in daily stuff, make | 1 Kommentar

Irgendwann, ich glaube, es ist schon zwei Jahre her, bin ich durch Zufall auf eine Wortuhr gestoßen. Eine ziemlich elegante Uhr, die einem, wie es der Name schon verrät, die Uhrzeit in Worten anzeigt. Nach ein wenig Recherche im Internet habe ich auch schnell gesehen, dass ich mir so eine Uhr einerseits im Original nicht leisten kann und andererseits verschiedene Ideen und Projekte zum Nachbau einer solchen Uhr laufen. Man findet im Netz viele, viele verschiedene Anleitungen  und Schaltpläne um die ganzen LED im Takt der Zeit leuchten zu lassen. Eine kleine Linklist dazu gibt es auf diigo. Nachdem zum letzten Jahreswechsel nun einige Dinge zusammenkamen, brauchte ich eine Ablenkung, die ganz weit weg von dem ist, was ich sonst normalerweise mache. Also wieso dann nicht so ein Ding selber bauen?!

Ich habe mich aus zwei Gründen für die die Platine von Christian entschieden und einen Bausatz bei elmotex bestellt. Erstens habe ich aktuell nur wenig Raum und eigentlich auch kaum Zeit, um einen eigenen Aufbau zu starten und der zweite Grund ist – zugegeben ein bisschen – Bequemlichkeit.

Zum Bausatz hab‘ ich mich für die vierbeinigen Superflux 5mm 8800 LED in weiß entschieden, die sind heller und flacher als normale LED und haben zudem einen hohen Abstrahlwinkel. Bezieht man sich auf die Platine von Christian, kann man auch auf die ausführliche und bebilderte Anleitung zurückgreifen, die einem Schritt für Schritt erklärt, was zu tun ist und wo man aufpassen sollte. Der Bausatz von elmotex ist hervorragend strukturiert und man kommt im Grunde auch ohne große Kenntnisse der Elektrotechnik gut damit klar. Einzig die 3 Taster habe ich durch etwas höhere 6x6mm Microtaster ersetzt. Ein bisschen Übung beim Löten sollte man aber schon mitbringen, da man ansonsten noch Zeit mit der Fehlersuche verbringen darf, wenn man irgendwo Lötbrücken hat. Das habe ich auch schnell gemerkt. Von einer Fehlersuche blieb ich auch nicht verschont, hab‘ ich es tatsächlich geschafft die Dioden (D15-D18) vor dem Konsendator verkehrt herum einzubauen, sodass beim Anschalten nichts lief. Das passiert, wenn man spät abends an solchen Dingen bastelt und nicht mehr richtig hinschaut, stattdessen alle Teile, die man in die Finger kriegt einfach drauflötet. Damit war es aber noch nicht getan, nachdem ich die Dioden umgebaut habe, leuchteten drei Reihen der LED Matrix auf der rechten Seite nicht. Das Problem war relativ schnell gefunden: Ein schlecht angelöteter Vorwiderstand am IC-Sockel.

Die LED-Matrix
Die Platine selbst ist sehr stabil und super dokumentiert. Die Bauteile können quasi von beiden drauf gelötet werden, das bedeutet zwar, dass die Kontakte bei gutem Fluss des Lots ganz sicher leiten, auf der anderen Seite wird ein Umbau oder Wechsel von Teilen durch Ablöten damit etwas knifflig. Am besten entfernt man ein Teil dann und reinigt die Kontaktstellen, bevor man ein neues Teil verbaut. Der Aufbau der LED-Matrix ist in erster Linie viel Fleißarbeit. Die LED werden einfach drauf gesetzt, mit Klebeband fixiert und dann von unten angelötet. Da es sind immerhin 114 Stück sind, muss man sich die Arbeit entweder einteilen oder konzentriert bei der Sache bleiben.
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Der Fotowiderstand
Die Platine erlaubt auch den Einbau eines Fotowiderstands. Wie beim Original wird die LED-Beleuchtung dann über die Helligkeit der Umgebung geregelt. Dafür habe ich mir 2 Jumperkabel rausgesucht, auf die nötige Länge passend zum Gehäuse gekürzt und die dann eher schlecht als recht an der Platine befestigt. Aber es funktioniert und das ist ja die Hauptsache.

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Der DCF-Empfänger
Nachdem alles funktionierte und ich die vorher beschriebenen Fehler ausgemerzen konnte, ging es an den DCF-Empfänger. Da habe ich verschiedene Stories gelesen, dass der Empfang kritisch ist bzw. das Empfangssignal stark von der Umgebung abhängen würde. Glücklicherweise funktioniert die DCF-Verarbeitung bei mir ganz gut, sodass ich mich damit nicht weiter rumärgern musste. Tatsächlich können verschiedene Geräte, wie z.B. PC-Nezteile den Empfang stören.

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Das ganze ging dann doch relativ schnell über die Bühne. Der gesamte Zusammenbau kann eigentlich an einem Wochenende geschehen. Vorausgesetzt man hat alle Teile zusammen, die man für den Aufbau benötigt.

Und so sieht das ganze dann aus, wenn es fertig ist. Durch eine Diffusionsfolie werden die Buchstaben gleichmäßig ausgeleuchtet.

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