erstellt am 18. Juli 2015 in multicopter | 1 Kommentar

Vor ein paar Jahren bin ich über die Videos von Team Blacksheep gestolpert und war ziemlich fasziniert von den verschiedenen Aufnahmen, die sie gemacht haben. Neben den Bildern die am Ende auf YouTube landen, hat mich vor allem die Technik, die dahinter steht interessiert. Das ist in erster Linie das first-person view flying. Realisiert wird das, indem ein Kamera mit Sender am Flugobjekt das Bildsignal auf einen Empfänger mit Ausgabegerät überträgt. Das sind meistens so genannte FPV-Brillen. Einen guten Einsteiger-Guide gibt es hier und ein paar Videos von Bo Lorentzen auf YouTube zeigen ganz gut, wie umfangreich das Phänomen um die Multikopter mittlerweile geworden ist. Dazu hat sich dann auch das FPV-Racing entwickelt. In diese Ecke hat es mich gewissermaßen auch verschlagen, weil man dort sehr viel selbst machen kann und es dazu noch verhältnismäßig kostengünstig ist. Das FPV-Racing entwickelt sich gerade ziemlich rasant und das hat nicht zuletzt etwas damit zu tun, dass die größeren Firmen jetzt auch in diesem Segment vertreten sind.

Anstatt so ein FPV-Quad komplett selbst zu bauen, habe ich mir den Runner 250 von Walkera im Kit zugelegt.

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Genug zum Basteln gibt es dabei trotzdem immer noch. Zum Beispiel, wenn nach einem Crash ein Teil abbricht oder man andere Komponenten auswechselt bzw. aufrüstet. Walkera hat mit dem Quad einen guten Einstieg ermöglicht, klar ist aber auch, dass das Quad mit Sicherheit nicht das schnellste und leichteste ist. Trotzdem ist es in der Anschaffung extrem günstig und vor allem Modular aufgebaut. Das zahlt sich spätestens beim ersten richtigen Crash aus. Die Motoren sind per Steckverbindung mit den Controllern verbunden und auf den Trägerarm geschraubt. Damit können sie schnell losgelöst und gewechselt werden. Jedes Teil des Rahmens ist dadurch auch leicht zu ersetzen. Wie man hier sieht.

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Der Motorwechsel geht recht schnell. Hier ist der Speed Controller nach einem etwas harten Aufprall kaputt gegangen.

Richtig große Schäden hat der Flitzer trotz etlicher Abstürze noch nicht davon getragen. Der Rahmen ist unheimlich stabil und hält auch harte Überschläge aus. Trotzdem habe ich den Rahmen etwas stabiler gemacht, indem ich ein Bauteil aus dem 3D Drucker verbaut habe, wie es bei Walkera Fans von Sascha entwickelt und vorgestellt wurde. Die Verstärkung schützt beim Aufprall auch davor, dass der Akku nach vorne rutscht und schlimmstenfalls die Kontakte des Boards zur FPV-Kamera abbricht.

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Akkuhalterung (von unten)

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