erstellt am 12. Dezember 2015 in general, make | kommentieren

Die Fibonacci-Folge ist die unendliche Folge von natürlichen Zahlen, die (ursprünglich) mit zweimal der Zahl 1 beginnt oder (häufig, in moderner Schreibweise) zusätzlich mit einer führenden Zahl 0 versehen ist.  Im Anschluss ergibt jeweils die Summe zweier aufeinanderfolgender Zahlen die unmittelbar danach folgende Zahl. So sieht das aus:

0 + 1 = 1 
    1 + 1 = 2 
        1 + 2 = 3
            2 + 3 = 5
                3 + 5 = 8

Sie gilt als eine der bekanntesten Zahlenfolgen. Benannt ist die Folge nach Leonardo Fibonacci, der damit im Jahr 1202 das Wachstum einer Kaninchenpopulation beschrieb. Im folgenden Bild sieht man ein Kachelmuster aus Quadraten, deren Kantenlängen der Fibonacci-Folge entsprechen:

FibonacciBlocks.svg
FibonacciBlocks“ von Borb – Based on Image:FibonacciBlocks.png.. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

Das ist ja eine hervorragende Voraussetzung, um eine Uhr zu bauen, hat sich Philippe Chrétien gedacht und nach reiflicher Planung und Vorüberlegungen am 6. Mai 2015 ein Kickstarter-Projekt zur Fibonacci-Clock gestartet. Ich bin da natürlich sofort aufgesprungen und habe einen DIY-Kit bestellt. In Anlehnung an die FibonacciBlocks hat er ein Display mit Rahmen entworfen, was uns die Zeit im 5-minütigen Takt anzeigt.

Ein gewisses Risiko geht man ja bei Kickstarter immer ein. Verzögerungen der Abläufe; Produkte, die am Ende ganz anders aussehen als angekündigt, etc. Hier hat jedoch alles geklappt, weshalb das nicht unerwähnt bleiben sollte. Philippe und sein Team haben wirklich gute Arbeit geleistet. Die Zeitpläne des Kickstarters waren ok und auch die Kommunikation war super. Das Video zum Kickstarter ist auch sehr nett gemacht und ganz spannend anzusehen.

Der Aufbau der Elektronik ging wirklich schnell. Es waren auch nicht viel Bauteile anzubringen. Die Platine besteht im Kern aus einem ATMega328 und einer DS1307 Echtzeituhr. Die Holzarbeiten waren dahingehend etwas umfangreicher, da die Ausschnitte nicht ganz exakt waren und man noch einges nacharbeiten und abschleifen musste, wenn man es wirklich genau haben wollte.

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Die Uhr kann die Zeit dank der RGB-LED in verschiedenen Farben darstellen, so kann man je nach Stimmung das Farbmuster ändern und auswählen. Daneben kann man sie auch als ambientes Licht, wie bei einer Lavaleuchte benutzen. Und wenn man sich dann erst einmal an die Kodierung gewöhnt hat, kann man die Zeit auch relativ schnell ablesen. 😉

Hier gibt es auch noch eine Übersicht, wo überall Fibonacci-Uhren stehen. Zumindest, woher die Unterstützer so kommen.


Die Fibonacci-Clock kann man sich natürlich auch jetzt noch bestellen, jedoch nicht so günstig wie auf Kickstarter, was die Attraktivität eines kompletten Sets schmälert, schließlich kann man die Teile auch selbst kaufen und dann den Code auf einen Mikrocontroller flashen.