erstellt am 8. Juni 2018 in monthly | kommentieren

Der Monatsrückblick hat diesmal über eine Woche Verspätung. Der Grund dafür ist recht simpel. Ich habe ihn weder vorbereitet, noch habe ich genügend Zeit am Stück gefunden, um die Dinge, die im Mai passiert sind für mich einzuordnen. Das Begann dieses Mal mit der re:publica. Ich wollte, wie fast jedes Jahr eigentlich nicht hingehen und doch hat es mich wieder hingezogen. In diesem Jahr konnte ich mit vielen Leuten aus ganz unterschiedlichen Arbeits- und Forschungskontexten zusammenkommen und über Pizza, Bildung sowie algorithmische Strukturen und deren Implikationen für gesellschaftliche Veränderungsprozesse sprechen. Natürlich in genau dieser Reihenfolge. Ich habe spannende Workshops besucht und einige sehr interessante Einblicke hinter die Kulissen bekommen.

Die spannendsten Beiträge waren für mich diese hier:

Leider ist der Talk von Wendy Hui Kyong Chun (noch) nicht online, sonst hätte ich ihn hier gelistet. Selten habe ich so einen eindrucksvollen und zugleich mitreißenden Vortrag in derartigem Kontext gesehen. Unter Rückgriff auf einen enormen Schatz an Forschungsarbeiten wurden einzelne, für die Argumentation zentrale Aspekte herausgegriffen und nahezu bildlich miteinander so verknüpft, dass es geradezu spürbar war, wie enorm tiefgehend die behandelte Problemlage ist. Vielleicht waren es auch die kleinen Seitenhiebe oder Jokes über mathematische Modelle, ihre Vor- und Nachteile und deren Auswirkungen auf die Forschung, die mich unterhalten haben. Ganz sicher hat mich aber die Verknüpfung der einzelnen historischen Entwicklungslinien fasziniert, denn wie die einzelnen Dokumente mit ihren Thesen und Argumenten quasi on-the-fly so angeordnet wurden, habe ich so noch nicht erlebt. Es war vermutlich genau dieser Modus der Präsentation, der einen an einem hochgradig komplexen Denkprozess der Vortragenden teilhaben ließ.

Im Nachgang zur ILA habe ich mich noch weiter mit der Frage von IT Sicherheit in Luftfahrt auseinandergesetzt und mich da in die Richtung bewegt, was über data link – spezifischer ACARS – kommuniziert wird und wie die Routinen und Abläufe da aussehen.

Ende des Monats war dann auch noch eine Forschungsmesse an der Fakultät für Humanwissenschaften, bei der es darum ging, Vernetzung zu ermöglichen und Anschlussmöglichkeiten für interdisziplinäre Kooperationen zuzulassen. Mit einem 10-minütigen Input habe ich grob erzählt, was meine Forschungsbestrebungen und Interessen sind. Es ging mir um eine bildungstheoretische Perspektivsetzung auf die Herausforderungen zur Beschreibung von Bildung in einer digitalen Welt. Genauer habe ich kurz an einzelnen  Beispielen aufgezeigt, wie wir uns über digitale Daten selbst beschreiben und wie nicht.

Daneben sitze ich gerade noch an 2 Aufsätzen, bei denen langsam eine Fertigstellung in Sicht ist. Interessant ist, dass das tatsächlich parallel funktionieren kann, wissenschaftliche Themen zu bearbeiten. Bisher habe ich es immer so gehandhabt, dass die Dinge Stück für Stück abarbeite, aber dafür bleibt gerade keine Zeit.

Was ich gelesen habe

Was ich gesehen habe