erstellt am 31. Juli 2018 in monthly | kommentieren

Der Juli ist in diesem Jahr erstmalig die Zeit, in der ich endlich dazu komme, die ganzen Aufgaben abzuarbeiten, die in der Vorlesungszeit liegen geblieben sind. Ich merke jetzt ganz besonders, dass ich mir Anfang des Jahres und schon im letzten Jahr recht viel auf den Tisch gepackt habe. Nebenher arbeite ich an neuen Vorhaben und beschäftige mich intensiv mit der Antragsstellung zur Drittmittelförderung meiner Forschungsvorhaben. Daneben gibt es immer wieder kleinere Baustellen, die bearbeitet werden und mir gerade jetzt auch einen guten Fluchtpunkt geben. Einigen davon habe ich im Juli mehr Aufmerksamkeit als gewöhnlich geschenkt.

Presentation Camp wird Presentation Rocks

Vor mehr als 8 Jahren haben Jens und ich ein Blog zu Präsentationstechniken gestartet. Das ist in den letzten Monaten ziemlich eingeschlafen, weil wir beide sehr eingebunden sind. Nach einem Domainumzug von  presentation.camp auf presentation.rocks haben wir uns dazu entschlossen, das Projekt nochmal aufleben zu lassen und ein bisschen am neuen Design gebastelt, in der Hoffnung, dass wir dann auch mal wieder einen der vielen Entwürfe fertig gestellen und Content produzieren.

Neues Quad: Das Reverb

Something completely different: Nach einigem Zögern habe ich mich jetzt dazu entschieden, mir das ImpulseRC Reverb Frame zu holen und einen neuen Copter aufzubauen.

Ich gebe hier mal eine Übersicht der verbauten Teile.

  • Impulse Reverb 5″ Frame
  • Runcam Swift 2 mit 2,1mm Linse
  • KISS FC V2
  • KISS 25A ESC
  • ImpulseRC Wolf PDB
  • TBS Crossfire RX
  • TBS Unify HV Race mit Lumenier AXII
  • Hypetrain Motoren (ja, die lagen hier noch rum und irgendwie müssen die ja mal verbaut werden).

Mit dem Crossfire Receiver von Teamblacksheep bin ich in der Lage auch mal etwas weiter raus zu fliegen. Damit ist jetzt die Bildübertragung auf die Fatshark Attitude V2 der Flaschenhals, was aber nicht schlimm ist.

Das Flugverhalten ist fantastisch. Video-Footage gibt es zwar noch keine, da ich in den letzten Wochen einfach keine Gelegenheit hatte, mal rauszukommen, um ein paar längere Aufnahmen zu machen.  Das wird sich im August und September aber ändern. Hier ist noch ein netter Moment, den ich beim Aufbau festgehalten habe. Man kann die Audiofiles der ESC überschreiben. Mal sehen, ob ich das noch mache.

Crafting Democratic Communities in the Digital Age

Am 4. Juli hatte ich die Gelegenheit, die erste Weizenbaum Lecture zum Thema „Crafting Democratic Communities in the Digital Age“ mit Lawrence Lessig besuchen zu können. Der Abend war ganz hervorragend, es gab einen Vortrag im Rahmen der Vorlesung und dann einen intensiven Nachfrageteil, der schließlich bei Getränken im Foyer in weitere Gespräche überging. Wieso war der Vortrag so besonders?

Ich habe mich schon recht lange mit Lessigs Thesen befasst und die immer wieder Anknüpfungspunkte zu weiteren Überlegungen gefunden, so ging es mir auch an dem Abend. Doch der Vortrag war auch aus dem Grund recht beeindruckend, weil die besprochenen Punkte so nachdrücklich und logisch strukturiert aufgebaut vorgetragen wurden. Interessant fand ich vor allem den (nicht so neuen) Wunsch danach, das uns umgebende System zu verändern, da Bildung nicht die Lösung für die Probleme unserer Zeit sein kann. Wir leben, seiner These folgend, schließlich in einer „post-broadcast“ Gesellschaft, bei der Spielfilme, Serien, Kochsendungen und Homeshopping ganz selbstverständlich neben Nachrichtensendungen und politisch–gesellschaftlichen Berichterstattungen stehen und somit zur scheinbaren Vielfalt von Informationsangeboten beitragen. Dazu kommen nun noch YouTube, Netflix und Co., die einen riesigen Möglichkeitsraum eröffnen und mit denen wir unsere Zeit verbringen, um Unterhaltung zu erfahren.

Doch auf der anderen Seite kann gerade durch das Netz, beispielsweise Heimwerkervideos, DIY-Beiträge, fast jeder auf eine riesige Menge an Informationen zugreifen und sich Kenntnisse über diese Zusammenhänge beschaffen. Das Spannungsfeld ist der Gap zwischen Möglichkeitsraum und tatsächlicher Entfaltung, wie die Manipulation von Nachrichten im Sinne von Fake News ganz deutlich macht. In einem längeren Gespräch nach dem Vortrag habe ich mit Lawrence Lessig über die verschiedenen Punkte gesprochen und die Paradoxie zwischen Entfaltung und Einschränkung in den Interaktions- und Handlungsweisen im und durch das Netz thematisiert. Für mich, eine sehr aufschlussreiche Diskussion, die großen Spaß gemacht hat.

Was ich gelesen habe

Ende Juni fand dieses Jahr das Theorieforum in Magdeburg statt, auf dem ich mir dann wieder einiges an Literatur aufgeschrieben habe. Nicht jede Publikation habe ich vollends durchgearbeitet, aber alle auf meine Fragen hin betrachtet. Einiges davon ist hier ungeordnet gelistet:

  • Alkemeyer, Thomas; Bröckling, Ulrich; Peter, Tobias (Hg.) (2018): Jenseits der Person. Zur Subjektivierung von Kollektiven. 1. Auflage. Bielefeld: Transcript (Praktiken der Subjektivierung, Band 10).
  • Thompson, Christiane; Schenk, Sabrina (Hg.) (2017): Zwischenwelten der Pädagogik. Paderborn: Ferdinand Schöningh, Brill Deutschland.
  • Horn, Eva; Kaufmann, Stefan; Bröckling, Ulrich (Hg.) (2002): Grenzverletzer. Von Schmugglern, Spionen und anderen subversiven Gestalten. Berlin: Kulturverlag Kadmos (Copyrights, 6).

In der Abschlussphase eines Beitrags zur Qualität von digitalen Daten hat mir Valentin den Band Normale Krisen?: Normalismus und die Krise der Gegenwart von Jürgen Link empfohlen, der einige aufschlußreiche Perspektiven aufzeigt. Vielen Dank für die Empfehlung!

Zur Vorbereitung auf die ECER 2018 habe ich auch nochmal einen Blick in Donald E. Knuths The Art of Computer Programming Vol. 1 Fundamental Algorithms  und Vol. 4 Combinatorial Algorithms geworfen.

Im Link Diary sind folgende Seiten hängengeblieben:

Was ich gesehen habe

Eigentlich wieder nicht viel, da ich die meiste Zeit damit verbringe Texte zu schreiben. Nebenher habe ich jetzt aber die sechste Staffel von Homeland gesehen, die mich wieder an die bedrückende Atmosphäre der vorhergehenden Staffeln erinnert hat. Ich finde diese starke Nähe zum aktuellen politischen Zeitgeschehen oder den Versuch der Abbildung über eine Story ziemlich spannend. Abgesehen davon ist die schauspielerische Leistung in der Staffel besonders von Rupert Friend großes Kino.

Daneben habe ich aus der Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung Democracy – Im Rausch der Daten gesehen. Hier begleitet der Regisseur David Bernet den Europaabgeordneten und Berichterstatter des Europäischen Parlaments Jan Philipp Albrecht (Grüne) und die damalige EU-Kommissarin Viviane Reding (EVP) beim Entstehungsprozess der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung.