erstellt am 31. Dezember 2018 in monthly | kommentieren

Der Dezember war für mich der Monat mit den wenigstens Tagen. Zumindest gefühlt. Ende des Jahres kommen meist einige Deadlines zusammen, die sich dann in ihren Überschneidungen auf die ohnehin anstehenden Aufgaben niederschlagen. Die Folgen sind ausbleibende Weihnachtsvorfreude, Entspannungsmangel und einige ungeplante Überstunden zur Vorweihnachtszeit. Bis jetzt konnte ich noch immer alle Fristen weitestgehend einhalten und habe es trotz einiger Widrigkeiten geschafft die Extrameile zu gehen, mich um nachhaltige Kooperationen in der Wissenschaft zu kümmern und meine Forschungsperspektive zu stärken.

Gelesen habe ich nebenher immer mal etwas, aber ganz und gar nicht konsequent. Besonders eingebrannt hat sich mir in diesem Monat die Arbeit von Donatella Della Ratta: Shooting a Revolution – Visual Media and Warfare in Syria.

Im Link Diary sind diesen Monat die folgenden Texte hängengeblieben:

Jahresrückblick

2018 ist in wenigen Stunden Geschichte und Zeit für etwas Entschleunigung kam heute auf. Ich kam auf die wahnwitzige Idee noch die letzten Einkäufe zu machen und stand ca. 30 Minuten in der Warteschlange des Supermarktes. Das Jahr hat ein unheimliches Tempo vorgelegt und ich bin kaum hinterhergekommen. Mehr reagieren als agieren war angesagt und die Aussicht auf Veränderung ist gering, da ich schon bis Juni in das nächste planen muss, wie ich alles erledigen kann, was ich mir vorgenommen habe. Ich freue mich auf die vielen Aufgaben und Herausforderungen, denen ich entgegen blicke und bin mir sicher, dass ich daraus viele weitere Erfahrungen mitnehmen werde.

Prioritäten setzen, das ist wohl die Prämisse für das nächste Jahr und wenn ich zurückblicke, hätte ich das schon viel eher konsequenter machen sollen. Weniger aus falschen Verpflichtungen Aufgaben für andere übernehmen, die sich ohnehin nicht kümmern und die geleistete Arbeit nicht anerkennen können. Etwas weniger Perfektionismus und mehr Zeit für die beständigen Dinge im Leben. Das nehme ich mir zumindest auch in das neue Jahr mit. Das Gleichgewicht kommt bestimmt bald wieder, es ist wie das Balancieren auf einem Balken oder Drahtseil, man muss sich nur konzentrieren und weitergehen – oder zum richtigen Zeitsprung sicher abspringen. Alles ist offen. Alles kann passieren. Ich lasse es auf mich zukommen und bin im Zweifel bereit für den Sprung. Meinen Weg werde ich gehen, wohin der mich führt, weiß ich allerdings nicht. Ich werde diesen Weg allerdings nicht alleine gehen und diese Sicherheit zu haben, ist mehr Wert als vieles andere. Darum werde ich auch im nächsten Jahr die Beziehungen zu Menschen pflegen, die einem gut tun, die zuhören und verstehen.

Mehr Ausbrechen. Aus dem Alltag ausbrechen und ein bisschen verrückt sein. Einfach kurz in eine andere Stadt fahren, Freunde besuchen, die Stadt sehen und erkennen. Das hat mir in diesem Jahr viel Spaß gemacht und war zu selten

Ich habe in diesem Jahr viel ausprobiert. Habe mir Udemy Kurse angesehen von denen einige sehr gut und andere sehr „geht so“ sind. Habe mich mit medium.com angefreundet und einige schöne Podcasts gefunden. Von lästigen Apps habe ich mich verabschiedet und gehe mehr und mehr aus den einschlägigen Social Media Kanälen raus. Einzig twitter bleibe ich bis heute gewissermaßen wirklich treu. Aber auch das kann sich schnell ändern.

Neben regelmäßigem Sport habe ich mir in diesem Jahr auch einen weiteren FPV Copter gebaut und ihn mit dem TBS Crossfire Modul ausgestattet. Weiter fliegen und mehr Entspannung beim Blick durch einen schlechten FPV Feed werde ich mir auch erhalten. Das Hobby frisst zwar viel Ressourcen, belohnt dafür mit unglaublichen Bildern und einem guten Gefühl von Freiheit.

Immerhin habe ich es auch durchgehalten, die Monatsrückblicke zu verfassen und weil Veränderung eine starke Konstante ist, werde ich das Projekt der monatlichen Rückblicke heute einstellen.